Kennst du dieses Gefühl, dass dein Leben in zwei Teile zerfällt? Ein „Davor“ und ein „Danach“.
Davor dachte ich, ich wüsste, wer ich bin. Ich hatte Träume, Pläne, eine Vorstellung von mir selbst. Ich war mir sicher, das Leben im Griff zu haben. Und dann kam das Muttersein – und mit ihm begann eine Reise, die mich tief erschütterte, herausforderte und gleichzeitig in eine neue Dimension des Seins führte.
Meine Kinder haben mich nicht einfach nur verändert – sie haben mich zutiefst verwandelt. Sie halten mir den Spiegel vor, immer wieder. Ohne Filter, ohne Rücksicht auf die Fassaden, hinter denen ich mich jahrelang versteckt hatte. Sie zeigen mir, wo ich liebevoll sein kann – und wo ich mich selbst verliere. Sie berühren meine tiefsten Wunden und erinnern mich gleichzeitig an meine grösste Kraft.
Es gab Momente, in denen sie mich bis an meine Grenzen brachten. Nächte voller Tränen, Tage, an denen ich mich leer, überfordert und zerrissen fühlte. Doch genau dort – an dieser Kante zwischen „Ich kann nicht mehr“ und „Hier beginnt etwas Neues“ – begann ich, mich selbst wirklich zu erkennen.
Heute weiss ich: Ohne diese Krisen, ohne den Schmerz, ohne das Auseinanderbrechen alter Muster wäre ich nicht die Frau, die ich jetzt bin. Ich bin bewusster geworden. Ich habe meinen Platz gefunden. Ich lebe als Teil einer neuen Zeit, in der wir nicht mehr einfach weitermachen können wie bisher.
Muttersein – ein Weg der Transformation
Ich glaube zutiefst: Mutter zu werden ist wie eine Initiation. Ein heiliger Weg, der uns nicht nur mit unseren Kindern verbindet, sondern auch mit uns selbst, mit Mutter Erde und mit dem Leben an sich.
Vielleicht ist es sogar die wichtigste Rolle, die wir in diesem Leben haben. Nicht im Sinne von „nur“ Mutter zu sein, sondern im Sinne von: Hüterin. Wegbereiterin. Brückenbauerin für eine neue Zukunft.
Doch dieser Weg war nicht immer leicht. Meine Kinder haben mir nicht nur Liebe gezeigt, sondern auch meine eigenen Schatten. Sie haben mich gezwungen, meine alten Glaubenssätze zu hinterfragen:
- Warum glaube ich, es immer allen recht machen zu müssen?
- Wieso denke ich, dass ich nicht genug bin?
- Warum fällt es mir so schwer, Grenzen zu setzen und für mich selbst einzustehen?
Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, dass ich sie aus denselben Mustern heraus behandeln wollte, die mir als Kind Schmerzen bereitet haben. Aber ich wollte diesen Kreislauf durchbrechen.
Also begann ich, an mir zu arbeiten. Ich habe hingeschaut, auch wenn es weh tat. Ich habe meine Limitierungen erkannt, meine Ängste gefühlt, meine alten Verletzungen geheilt. Meine Kinder waren meine grössten Lehrer. Durch sie habe ich gelernt, dass ich erst dann wirklich für andere da sein kann, wenn ich mir selbst begegne – mit Liebe, Mitgefühl und Klarheit.
Eine Frage an dich
Und genau hier möchte ich dir eine Frage stellen:
Stell dir vor, du bist mit zehn anderen Menschen auf einer Insel. Ihr alle habt Hunger. Es gibt nur ein einziges Brot. Was machst du? Behältst du es für dich – oder gibst du es den anderen?
Ich bin ehrlich: Lange Zeit hätte ich das Brot für mich behalten. Ich hab gedacht: „Ich brauche es selbst, sonst schaffe ich es nicht.“ Ich lebte in der Angst, es könnte nicht genug für mich da sein. Ich konnte nicht fühlen, wie schön es ist, zu geben – aus vollem Herzen, ohne an mich zu denken.
Die Verantwortung und das Geschenk
Erst durch viele kleine und grosse Erfahrungen – und durch das Muttersein – habe ich langsam verstanden: Wenn ich von Herzen gebe, bin ich nicht ärmer, sondern reicher. Meine Kinder haben mir das beigebracht. Sie haben mir gezeigt, dass Liebe sich vermehrt, wenn wir sie teilen. Dass es etwas Heiliges ist, zu geben – nicht aus Pflicht, sondern weil es aus der Tiefe meiner Seele fliesst.
Heute würde ich das Brot geben. Ohne Zögern. Und nicht, weil ich mich dabei „aufopfere“ oder verliere, sondern weil ich inzwischen weiss, wie gut es sich anfühlt, mich selbst zu überwinden und mich für andere hinzugeben. Es ist ein Gefühl von Weite, von Frieden, von Verbundenheit. Und genau dieses Gefühl kann die Welt heilen.
Vielleicht war das der grösste Wandel in mir: vom Festhalten ins Vertrauen, vom Misstrauen in die Fülle, vom „Ich bin allein“ in ein tiefes Wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind.
Früher war das anders. Als ich klein war, fühlte ich mich oft falsch. Nicht genug. Ich versuchte, mich anzupassen, „richtig“ zu sein, mich in ein Bild zu pressen, das nicht mein eigenes war. Ich dachte, ich müsste mehr leisten, mehr sein, um geliebt zu werden. Erst durch meine Kinder habe ich erkannt: Niemand muss perfekt sein. Jeder ist einzigartig und grossartig – genau so, wie er ist.
Heute sehe ich meine wichtigste Aufgabe nicht darin, meine Kinder zu formen oder zu korrigieren. Sondern sie zu stärken. Ihnen das Gefühl zu geben: Du bist richtig. Du bist wertvoll. Du bist ein Geschenk für diese Welt. Und du kannst Grossartiges erschaffen in diesem Leben.
Und vielleicht… ist das genau unser Auftrag als Mütter: nicht nur für unsere eigenen Kinder da zu sein, sondern für die Welt. Mehr Liebe, mehr Bewusstsein, mehr Mut in diese Zeit zu bringen. Einen achtsamen Umgang mit allem Leben – mit der Erde, den Tieren, den Menschen – vorzuleben und weiterzugeben.
Unsere Kinder sind die Generation, die die Welt von morgen gestaltet. Was wir ihnen mitgeben – Liebe, Respekt, Verbundenheit – ist vielleicht das Kostbarste, was wir tun können. Wenn wir ihnen beibringen, dass alles Leben miteinander verwoben ist, dass wir nie getrennt, sondern immer Teil eines grossen Ganzen sind… dann säen wir Samen für eine Zukunft ohne Kriege, ohne das ewige „Meins und Deins“. Jeder Samen, den wir jetzt säen, kann eine ganze Welt verändern.
Das Gipfelerlebnis – ein Erwachen
So tief habe ich das zum ersten Mal in einem meiner „Gipfelerlebnisse“ verstanden. In der Psychosynthese nennen wir so einen Moment einen Augenblick der Transzendenz – ein Durchbruch, in dem wir uns plötzlich erinnern, wer wir in Wahrheit sind.
Es war, als ob Raum und Zeit verschwanden. Ich fühlte, dass ich Teil von etwas Grösserem bin – von einem unendlichen Netz aus Energie, Leben und Liebe. Die Welt hielt für einen Atemzug lang den Atem an, und in dieser Stille war alles klar:
✨ Ich bin nicht getrennt.
✨ Ich bin verbunden.
✨ Ich bin vollkommen.
Seitdem weiss ich: Wenn wir einmal diese tiefe Verbindung gespürt haben, können wir sie nicht mehr wegdiskutieren. Sie bleibt in uns, wie ein inneres Leuchten.
Und du?
Wann hattest du das letzte Mal dieses Gefühl – wirklich verbunden zu sein? Mit dir selbst, mit dem Leben, mit allem, was ist?
Und wie würdest du dich entscheiden auf der Insel mit dem einen Brot?
Vielleicht spürst du auch: Es geht nicht mehr darum, einfach nur zu funktionieren. Diese Welt braucht dich – bewusst, mutig, klar und voller Liebe.
Wir Mütter haben die Kraft, die Zukunft mitzugestalten. Nicht indem wir perfekt sind. Sondern indem wir echt sind. Indem wir uns selbst heilen, unsere Kinder stärken und den Samen für eine neue Welt säen.
❤️ Fühlst du, dass auch in dir dieser Ruf nach mehr Bewusstsein lebt? Nach Liebe, Klarheit und deinem Platz im Leben?
Dann lass uns sprechen. In einem kostenfreien Erstgespräch schauen wir, wo du stehst – und wie du deinen eigenen Weg gehen kannst.
🌱 Du bist nicht allein. Und du bist genau richtig, so wie du bist.
Von Herzen,
Annemarie


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