Ich war Mutter – aber nicht mehr ich selbst

Wie die idealisierte Mutterrolle dich von dir selbst entfernt – und wie du zurück in deine Wahrheit findest

Wenn die Rolle grösser wird als das eigene Ich

Es gab eine Zeit, da war ich alles – ausser ich selbst.

Ich war da. Für alle. Für alles.

Und… ich war erschöpft – in jeder Faser meines Seins.
Ich war Mutter, ja – aber: Wo war ich? Wer war ich darüber hinaus?

Mein Alltag hatte mich so weit von mir selbst entfernt, von meinen Gefühlen, meinen Bedürfnissen, dass ich kaum Zeit fand, einen bewussten Atemzug zu nehmen.

Vielleicht kennst du das auch: Du hältst alles zusammen, bist permanent auf Empfang – und verlierst dich selbst dabei.
Wie kann das nur sein?

Warum wir Frauen uns selbst verlieren

Als Frauen haben wir früh gelernt:
Sei brav. Sei fleissig. Sei für andere da.
Und so beginnen wir zu glauben: Nur wenn ich perfekt bin oder funktioniere, bin ich liebenswert.


Gerade die Mutterrolle verstärkt dieses Muster noch mehr.
Denn wir übernehmen eine zentrale, verantwortungsvolle Rolle im Familiensystem.
Wir halten alles zusammen, sorgen für Harmonie, denken für alle mit. Wir opfern uns auf für das Wohl der Familie bis zur kompletten Selbstaufgabe.

💬 Unsere Bedürfnisse? Übergehen wir.
💬 Unsere Gefühle? Unterdrücken wir.
💬 Unsere Wünsche? Passen wir an.

Und während wir im Aussen so präsent sind, wird unsere innere Stimme immer leiser. Immer leiser. Immer leiser, bis wir sie gar nicht mehr wahrnehmen, geschweige denn uns an sie erinnern. Sie war da, aber meine Bewusstsein war nicht mehr offen für sie.

Das Ergebnis?

  • Weniger Gelassenheit.
  • Weniger echte Zufriedenheit.
  • Weniger Lebensfreude.

Statt den Moment bewusst zu erleben – etwa das Lachen deines Kindes – bist du gedanklich in der Zukunft oder der Vergangenheit.
Denn du lebst nicht aus deinem Innersten heraus, sondern im Modus: Was brauchen die anderen?

So leben wir von aussen nach innen.
Und mit jeder Anpassung entfernt sich unsere Seele ein Stück mehr.

Innere Leere trotz Familie – wie kann das sein?

Ich war nicht überfordert von meinen Kindern – sondern von all dem, was ich mir selbst nicht mehr zugestanden hatte:

  • Grenzen.
  • Bedürfnisse.
  • Raum.
  • Stille.

Ich funktionierte im Aussen. Für andere. Für das System.

Meine innere Stimme fand nun einen anderen Weg über meinen Körper, damit ich sie wieder wahrnehmen konnte.
Denn ich hätte sonst weitergemacht, weiter funktioniert, weiter gehetzt.

Doch mein Körper verweigerte den Dienst.
Er zog die Notbremse.
Er zwang mich zum Hinsehen, zum Innehalten.

Und aus der Tiefe klang ein Ruf, klar und unüberhörbar:
„Ich will, dass du endlich deine Wahrheit lebst.“

Der Moment der Wahrheit

Eines Morgens wachte ich auf – und wusste nicht mehr, wer ich bin.
Ich spürte mich nicht. Ich hörte mich nicht. Ich kannte mich nicht mehr.

Ich hatte mich verloren.

Diese Form von Selbstverlust ist keine Ausnahme.
Sie ist das, was ich in jeder zweiten Frau sehe, die zu mir kommt.

Sie sagen:
„Ich funktioniere nur noch.“
„Ich habe keine Zeit für mich.“
„Ich weiss nicht, was ich wirklich will.“

Das ist kein persönliches Versagen.
Das ist ein kollektives Muster.
Ein System, das uns Frauen von unserer wahren Essenz entfernt hat.

Der Weg zurück – zu dir

Mein Wendepunkt kam, als mir ein Coach diese eine Frage stellte:
„Was macht dir Freude?“
Ich wusste es nicht. Aber die Frage öffnete einen Raum.
Einen Anfang. Für ein klares NEIN. Für einen Moment nur für mich.

Heute weiss ich:
🌱 Es ist kein Egoismus, dich selbst zu spüren.
🌱 Es ist ein Akt der Liebe – auch für deine Kinder.
🌱 Denn wenn du in dir ruhst, entsteht Frieden in deiner Familie.

Du bist nicht deine Rolle – du bist du

Mutterschaft ist ein Geschenk – aber kein allumfassender Lebenssinn.
Sie ist eine Facette deiner Seele, nicht ihre ganze Form.

Du bist nicht nur Mutter.
Du bist Gefühl. Tiefe. Wildheit. Ruhe. Vision.

Du darfst dich wiederfinden – ohne dich erklären zu müssen.
Nicht, weil du „kaputt“ bist.
Sondern weil du es wert bist, ganz zu sein.

Drei Impulse, warum es jetzt an der Zeit ist, dich an erste Stelle zu setzen

✨ Du bist nicht deine Rolle – du bist du.
Dein Wert liegt nicht im Funktionieren, sondern im Sein.

✨ Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Sie ist die Basis für dein Leben – und für den Frieden in deiner Familie.

✨ Kleine Schritte, grosse Wirkung.
Ein Moment in Stille. Ein klares Nein. Ein liebevolles Ja zu dir selbst – und du kommst dir wieder näher.

Dieser Weg – zurück zu dir selbst – ist keine Flucht aus dem Muttersein.
Es ist eine Rückkehr in dein volles Frausein.
Eine Einladung, dich nicht länger zu verlieren, sondern wieder zu leuchten – aus deiner Mitte heraus.
Denn genau darin liegt die Chance:
Nicht nur zu funktionieren, sondern wahrhaft zu leben.
Nicht nur für andere da zu sein, sondern auch für dich selbst.
Nicht perfekt zu sein – sondern ganz.
Und von dort aus: alles zu sein, was du wirklich bist.

Was brauchst du, um wieder bei dir anzukommen?
Was darfst du dir heute erlauben – nur für dich?

Ich freue mich auf deine Gedanken, deine Geschichte oder dein erstes kleines Ja zu dir selbst.
Jetzt ist der Moment deinen Platz im Leben zu finden und einzunehmen.

👉 Teile diesen Text gern mit einer Frau, die sich selbst wieder spüren will.

Mit Respekt,
Annemarie


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