Warum du nicht die Heldin deiner Familie sein musst

Selbstfürsorge beginnt bei dir – denn niemand kommt, um sie dir abzunehmen.
Sie ist nicht egoistisch, sondern die Grundlage für alles, was dir wichtig ist:
Ein erfülltes Leben. Kraftvolle Beziehungen. Und echte Freude – auch für deine Liebsten.

Einer der häufigsten Schmerzpunkte meiner Klientinnen?
Sie wissen theoretisch, dass Selbstfürsorge wichtig ist – aber praktisch machen sie sie nie.
Stattdessen laufen sie im Dauerstress-Modus, halten alles am Laufen, kümmern sich, geben, leisten…
Bis irgendwann der Körper streikt. Oder die Seele sich leer anfühlt.

Dann kommt er, der Moment, in dem Burnout, emotionale Erschöpfung oder sogar eine depressive Phase nicht mehr nur Begriffe sind – sondern Realität.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder. Vielleicht hast du auch schon oft gedacht: „Ich kann nicht mehr – aber ich darf auch nicht aufhören. Ohne mich geht hier nichts mehr.“ Ich kenne diesen Satz. Ich habe ihn selbst jahrelang gedacht. Und ich weiss heute: Er war falsch. Nicht weil ich versagt hätte – sondern weil ich glaubte, ich müsste alles alleine schaffen. Für alle da sein. Immer stark sein. Und funktionieren.

Warum Selbstfürsorge kein Luxus ist – sondern Überlebensstrategie

Lange dachte ich, ich könnte mich um mich selbst kümmern, wenn
… die Kinder grösser sind.
… der Job ruhiger wird.
… ich irgendwann Zeit habe.

Aber diese Zeit kam nie – weil ich sie mir nicht genommen habe.

Ich war diejenige, die sich selbst im Weg stand.
Nicht weil ich nicht genug war – sondern weil ich glaubte, ich müsste alles schaffen. Für alle. Immer.

Doch weisst du was?
Du bist nicht die Heldin deiner Familie, weil du dich aufopferst.
Du bist die Heldin, wenn es dir gut geht.

Denn nur wenn du Kraft hast, kannst du Kraft geben.
Nur wenn du verbunden bist mit dir selbst, kannst du wirklich präsent sein – für deine Kinder, deinen Partner, dein Leben.

Selbstfürsorge beginnt mit ehrlichem Hinschauen

Der erste Schritt in Richtung Selbstfürsorge war für mich: Ehrlichkeit.
Ich habe mir endlich erlaubt zu fühlen, wie es mir wirklich geht.
Und dabei festgestellt:
Ich war erschöpft.
Ich war überfordert.
Ich war weit weg von mir selbst.

Aber ich habe auch etwas anderes entdeckt:
Ich kann den Weg zurück finden – wenn ich bereit bin, neu zu wählen. Und mit dieser Entscheidung habe ich die Machst über mein Leben wieder zu mir zurück geholt.

Die 3 Schritte zurück in deine Selbstfürsorge

1. Die Natur als Rückzugsort – Raum schaffen für dich selbst

Ich habe begonnen, täglich rauszugehen.
Nicht als „To-do“ – sondern als bewussten Rückzug:
– Spazieren, atmen, still werden.
– Kein Handy. Kein Podcast. Kein Ziel.

Die Natur bringt mich unglaublich schnell zu mir zurück.
Probiere es aus: 10 Minuten im Grünen – nur du mit dir.

2. Atmen & fühlen – statt denken & leisten

Durch die Vipassana Meditation und die Anapana-Atemtechnik habe ich gelernt:
Der Atem ist mein Anker.

Wenn alles tobt – Job, Kinder, Erwartungen, Zweifel –
kannst du jederzeit 10 bewusste Atemzüge nehmen und dich neu zentrieren.

Was es dazu braucht? Nur 2 Minuten. Und die Erlaubnis, kurz alles loszulassen.

3. Eine einfache Morgenroutine – um den Tag für dich zu beginnen

Ich nenne es meine Mini-Routine:
15 Minuten nur für mich.

Bewegung, bewusster Kaffee, ein paar Zeilen Journaling, Atem.
Nicht perfekt – aber echt.

Was zählt, ist das Signal an dich selbst:
Ich bin mir wichtig.

Selbstfürsorge braucht Commitment, nicht Motivation

Es geht nicht darum, was du machst – sondern dass du es für dich tust.
Eine kleine bewusste Handlung am Morgen kann kraftvoller sein als jeder große Vorsatz.

Dafür musst du eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung für dich, für dein Leben und für deine Zukunft. Und das bedeutet, deine Bereitschaft, Verantwortung für dich zu übernehmen.

Bleib dran – auch wenn’s mal nicht klappt. Auch wenn du müde bist. Gerade dann.

Spür dich. Bevor es zu spät ist.

Eines der wichtigsten Dinge, die ich heute weitergebe:
Bau dir ein Frühwarnsystem.

Dein Körper sendet Signale. Deine Emotionen auch.
Du musst nur wieder lernen, sie zu hören und zu spüren.

Wir wurden darauf trainiert, dem Verstand zu folgen.
Doch dein Körper weiss mehr. Und deine Gefühle sind oft ehrlicher.

Je eher du fühlst, desto früher kannst du handeln – bevor Stress in Erschöpfung oder Burnout kippt.

Meine Einladung an dich

Wenn du das Gefühl hast, dich selbst irgendwo verloren zu haben…
Wenn du dich oft leer fühlst, obwohl du so viel gibst…
Dann ist jetzt der Moment, neu zu wählen.

Du darfst gut für dich sorgen.
Du darfst Pausen machen.
Du darfst zuerst kommen – nicht aus Egoismus, sondern aus echter Verantwortung.

Denn:

👉 Wenn es dir gut geht, geht es auch deiner Familie besser.
👉 Wenn du in deiner Kraft bist, hältst du alles zusammen – nicht durch Druck, sondern durch Präsenz.

Und wenn du merkst: Ich schaffe das nicht allein – dann darfst du dir Unterstützung holen.

In meinen Coachings begleite ich Frauen genau an diesem Punkt:
Dorthin, wo sie sich selbst wieder begegnen.
Wo Klarheit entsteht. Und echte Veränderung möglich wird – nicht im Kopf, sondern im ganzen System.

📖 Buchtipp zum Vertiefen

„Wieder fühlen lernen“ von Safi Nidiaye
Ein wunderbares Buch, um Zugang zu deiner emotionalen Intelligenz zu finden – jenseits des Kopfes, zurück in den Körper. Sehr empfehlenswert, wenn du dich selbst wieder spüren willst, mit wunderbaren praktischen Übungen.

Wie sieht Selbstfürsorge aktuell in deinem Leben aus?

Was hält dich (noch) davon ab, dir selbst Raum zu geben?
Ich freue mich auf deinen Kommentar, deine Gedanken oder deine Geschichte.

👉 Teile diesen Artikel gern mit einer Frau, die das gerade hören muss.
Du bist wichtig. Nicht irgendwann. Jetzt.

Herzlich,
Annemarie


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